Donnerstag, 23. Mai 2013
Germania wartet weiter auf ein Erfolgserlebnis im Abstiegskampf PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Die Vorzeichen standen im Vorfeld der Partie denkbar schlecht. Mit zahlreichen Ausfällen (Wilke, Grossmann, Arndt, Elß, Müller, Triepel, Schädlich, Fuchs, Schöbe) war man zum vermeintlichen Favoriten gereist. Hinzu kam das Mergenthaler berufsbedingt erst zu zweiten Halbzeit anreiste. So begann das von Co-Trainer Kube (Kopocz im Urlaub) betreute Team mit zwei Spieler der zweiten Mannschaft, Lorenz und Hartmann, und nur einem Auswechselspieler Torwart Schneider, der als Feldspieler agieren musste.

Beide Mannschaften kamen schwer ins Spiel, es gab kaum nennenswerte Szenen und eine Vielzahl von Unkonzentriertheiten. Man merkte beiden Teams an, dass sie möglichst hinten zu null spielen wollten und aufgrund der letzten Resultate verunsichert waren. Die ersten Chancen hatte dann Gräfenhainichen. Zunächst schoss ein Spieler freistehend am Fünfmeterraum nach einer Ecke zu unplaziert und Siebert konnte den Ball abwehren. Ein weiter Angriff über die rechte Seite mit einer guten Flanke konnte der Stürmer der Gastgeber aus 6m nicht auf das Tor bringen. Germania agierte in der Folgezeit sehr ordentlich, und eine schöne Ballmitnahme von Lang mit anschließendem Volleyschuss aus 30m konnte vom Gästekeeper Wiesegart im letzten Augenblick an die Latte gelenkt werden. Eine Freistoß von Lang in der 35min. konnte er ebenfalls abwehren. Kurz vor dem Pausenpfiff marschierte Martin Hartmann von der Mittelinie noch mal Richtung Wiesegart, jedoch war sein Schuss aus 15m zu unscharf, so dass es leistungsgerecht und torlos in die Kabine ging.

In der zweiten Halbzeit agierte Rosslau weiterhin couragiert, ohne jedoch wirklich Gefahr auszustrahlen. So brauchte es ein wenig Glück für die Germanen um in Führung zu gehen. Ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld verpassten vor dem Tor einige Akteure und Lars Lang war am langen Pfosten zur Stelle und schob den Ball unbedrängt aus 5m ins Tor (66.). Leider sollte diese Führung nur 2min bestand haben. Direkt nach dem Anstoß lief ein Angriff in Richtung Tor von Siebert, welcher durch ein vermeindliches Foul an Richter von Emmert im eigenen Strafraum gestoppt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Engelhardt souverän (68.). Durch diesen schnellen Ausgleich geschockt verlor Germania jetzt völlig den Faden. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld konterte Gräfenhainichen schnell über die rechte Seite. Schulze ließ im Zentrum seinen Mann völlig allein und dieser musste die gute Flanke aus 5m nur noch einköpfen(72.). Rosslau hatte nun nichts mehr entgegenzusetzen. In der 77min. wurde Torwart Siebert bei einer Balleroberung behindert und der nun freiliegende Ball wurde an den linken Torpfosten geschossen und von dort prallte er unglücklich für Germania wieder zurück in den Strafraum und vom Bein von Lorenz ins eigene Tor. Hier hätte der Schiedsrichter mit Foul an Siebert entscheiden müssen. Eine weiterer Konter führte dann zum 4:1 (82.) Endstand.

Als Fazit muss man wohl sagen, dass vernünftige 70 Minuten eben nicht ausreichen, um einen Punktgewinn einzufahren. Zwar begann man sehr ordentlich und hatte auch nicht zu unrecht geführt, jedoch ist die Mannschaft momentan nicht in der Lage einen Rückschlag wegzustecken. Schlussendlich verlor man aufgrund der letzten halben Stunde auch zu Recht das Spiel, was einen weiteren Rückschlag im Abstiegskampf bedeutet. Durch den Sieg von Mildensee gegen Zschornewitz hat Germania nur noch einen Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Es braucht also dringend ein Erfolgserlebnis. Nächste Woche geht es dann zu Hause gegen Reppichau.


 
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