Mittwoch, 27. Januar 2021

Im Gespräch mit dem Trainer der Zwooten

interview borchersWir haben die Spiel- und Trainingsfreie Zeit genutzt und uns mit unserem "neuen" Trainer der Zwooten unterhalten.

Hallo Jens, Du bist seit dieser Saison Trainer unserer 2. Mannschaft. Stell Dich doch bitte denen, die Dich noch nicht kennen einmal kurz vor!

Jens Borchers: Mein Name ist Jens Borchers, ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und habe eine kleine Tochter. Ich bin in Zerbst geboren und wohne und arbeitet auch dort als Logistiker.

Welche sportlichen Stationen hattest Du bisher?

Jens: Als aktiver Fußballer war ich bis zur A-Jugend beim TSV Rot-Weiß Zerbst. Dann wechselte ich zu Steutz-Leps, wo ich bereits mit 17 Jahren im Männerbereich spielte. 2008 zog es mich zum Walternienburger SV. Hier sammelte ich bereits in jungen Jahren als Spieler-Trainer erste Erfahrungen. Parallel betreute ich die Kindermannschaft des SV, aus der gute Fußballer hervorgegangen sind. Z.B. Marvin Albrecht, Dennis Böttge usw. (heute Garitz und Gehrden). Nach drei Aufstiegen in Folge bis in die Kreisoberliga als Spieler-Trainer wollte ich es als Spieler nochmal wissen, merkte aber bereits, dass mir das Traineramt besser liegt. Erste offizielle Trainerstation war dann zunächst als Co- und dann als hauptverantwortlicher Trainer bei der SG Dobritz-Garitz (jetzt Fortschritt Garitz). Nach dem sensationellen Aufstieg in die Kreisoberliga und der zwischenzeitlich abgelegten DFB-C-Lizenz kam die Anfrage vom TSV Rot-Weiß Zerbst, die 1 Mannschaft in der Landesklasse 4 zu übernehmen. Als junger, aufstrebender Trainer nutzte ich diese Chance.

Wie kam es, dass Du bei unserer „Zwooten“ gelandet bist?

Nach meiner kurzfristigen Freistellung bei Zerbst waren für mich eigentlich viele Wege offen. Bei mir waren aber persönliche und private Aspekte wie Familie sowie die Bindung zum Verein sehr wichtig. Dann kam die Anfrage aus Roßlau und mir schien das Gesamtpaket langfristig am interessantesten. Von Anfang an wurde von allen Seiten ehrlich kommuniziert. Besonders reizvoll war die Aufgabe, die vielen A-Junioren im Männerbereich zu integrieren und langfristig sportlich etwas aufzubauen. Dabei spielte für mich die Liga kurzfristig auch erst mal keine Rolle.

Als ehemaliger Zerbster kennst Du sicher die Rivalität dieser beiden Vereine. Wie hast Du das in der Vergangenheit mitbekommen und wie stehst Du heute dazu?

Natürlich hat man als Zerbster davon gehört. Die Derbys wurden immer heiß angepriesen und das ein oder andere Derby hab ich mir als neutraler Zuschauer angesehen. Interessant wäre nach langer Zeit das diesjährige Duell in der Landesklasse geworden.

Wie überraschend kam für Dich jetzt die durch Corona erzwungene frühzeitige Winterpause?

Durch den ersten Lockdown und der nachfolgenden Entwicklung kam diese Entscheidung weniger überraschend. Wir mussten mit allem rechnen.

Wie schätzt Du die gesamte Situation um Covid-19 ein?

Jeder hat zu diesem Thema sicher eine eigene Meinung. Aber als ein so großer Verein wie Germania haben wir auch eine sehr große Verantwortung. Die aktuellen Statistiken lassen derzeit einfach nichts zu. Dennoch denke ich, dass mit gutem Konzept, und das lag vor, wenigstens ein Trainingsbetrieb in Gruppen stattfinden könnte.

Wie siehst Du das sportliche Abschneiden Deiner Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf?

Die Niederlagen und die unnötige Punkteteilung gegen Rodleben sind sehr ärgerlich. Es fehlen Punkte um für die schweren Spiele das nötige Polster zu haben. Die Niederlage gegen Coswig war verdient und zeigte uns, wo wir aktuell stehen. Dennoch befinden wir uns auf einem guten Weg, leider kam die Unterbrechung dazwischen.

Gibt es etwas, was Du besonders positiv oder negativ hervorheben möchtest?

Positiv kann ich die Trainingsbeteiligung sowie die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen hervorheben. Gut klappt auch das Zusammenspiel zwischen alten Hasen und jungen Wilden.

Aufgefallen ist mir auch, dass das Vereinsleben bei Germania sehr familiär aber trotzdem professionell gelebt wird. Die Aufgaben sind auf viele Schultern verteilt.

Negativ ist ganz klar unsere bisherige Punkteausbeute.

Wie nutzt Ihr als Mannschaft und Du privat die spiel- und trainigsfreien Tage?

Als Trainingsersatz haben wir eine Lauf-Challenge mit unserer Ersten Mannschaft. Es liegt aber an jedem selbst, sich fit zu halten. Im neuen Jahr wollen wir als Vorbereitung da schon ein bisschen mehr einfordern. Falls es doch wieder los geht, wollen wir vorbereitet sein. Persönlich bin ich natürlich bei der Lauf-Challenge dabei und meine Tochter, Frau und mein Haus fordern mich auch...Diese Zeit genieße ich.

Gehst Du davon aus, dass es nach der Winterpause mit Fußball weiter gehen kann?

Ich befürchte leider nicht. Dennoch wünsche ich es mir, dass im Januar langsam wieder an einen Trainingsbetrieb gedacht werden kann, um im März mit der Rückrunde zu starten.

Welche Ziele hast Du dann noch mit Deiner Mannschaft in dieser Saison?

Unser Ziel des einstelligen Tabellenplatzes besteht weiterhin. Darüberhinaus „möchte ich jedes Wochenende gewinnen“

Welche Ziele hast Du noch persönlich als Trainer?

Ich habe gerade frisch die Trainer-B-Lizenz bestanden. Unabhängig von Verein und Liga möchte ich langfristig mit einer Mannschaft eine Entwicklung erleben. Junge Talente im Männerbereich integrieren und weiterentwickeln. Auf hohem Niveau Fußball spielen.

Wenn Du heute einen Wunsch frei hättest, was wäre es?

Die Geburt meiner Tochter nochmal erleben.

Danke Jens.

Das Gespräch fand am 27.11.2020 statt.










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